30: Hellweg

Der Frühling kommt zwar immer näher, die Tage werden zwar immer länger: und doch sind die Tage in der nördlichen Hälfte von Deutschland oft sehr dunkel. Wolken bedecken den Himmel und gießen Regen auf jede Stadt, in der ich mich in letzter Zeit aufgehalten habe. Köln, Düsseldorf, Hamburg: Nur Regen.

Auch auf dem Dortmunder Hellweg regnet es aus dem grauen Himmel. Zu dieser Dunkelheit gesellt sich zunehmend der Abend: Bald wird es Nacht sein. Und dann wird nichts am Hellweg „hell“ sein, außer den grellen Lichtern der Schaufenster.

Bei so einem Wetter während der Dämmerung werde ich öfter nachdenklich. „Wieso heißt es denn überhaupt Hellweg“, frage ich mich, „wo es doch so dunkel ist?“ Kein Mensch scheint sich mit dieser Frage zu beschäftigen: Einkäufe werden erledigt, Kaffee wird getrunken, Händchen werden gehalten.

Doch solange die sprachlogische Grundlage der Haupteinkaufstraße der Dortmunder Innenstadt nicht geklärt ist, kann ich mich nicht anschließen. Ich bin nun mal Journalist und gelernter Sprachwissenschaftler.

Musik: Matthew Tyas - Shame on shame, Alexander Blu - New day

12.03.2009 | Link/Einbetten | Kommentare [0] | Versenden | Social Bookmark:

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