39: Spargel

Im Westen von England, so in der Nähe von Worcester - ja, sie haben es beim Lesen falsch ausgesprochen. Ich habe es gehört! - gibt es das Spargel-Dreieck. Hier ist der Boden sandig und feucht, perfekt für den Spargelanbau.
 
Während meiner Studentenzeit im nicht sehr weit davon entfernten Oxford freute ich mich sehr auf das Sommersemester: Das bedeutete frischen britischen Spargel in Hülle und Fülle. Dicke, saftige Stangen, schön grün mit fast gelblichen Spitzen, die als leckere Beilage zu fast allem – insbesondere schöne Lammkoteletts – gute Figur machten.
 
Nach dem Umzug nach Deutschland gab’s erstmal kein Lamm mehr. Beziehungsweise nur zu Ostern und schon dann fragten mich die Leute, wie man den „lammigen Beigeschmack“ vom Lammfleisch mildern könnte. Eigentlich liebe ich die deutsche Küche, aber dieses gestörte Verhältnis zu Lammfleisch finde ich ziemlich lächerlich.
 
Was allerdings nicht lächerlich ist, ist das deutsche Spargelessen. Eine Respekt einflößende Institution, wo alles nach einem über Jahren erprobten Schinken-Schema abläuft. Und warum daran schrauben, wo das Ergebnis doch immer so lecker ist?
 
Da verzichte ich sogar gerne auf grünen Spargel. Wobei ich mich dann frage, wie man Spargel weiß bekommt, und warum man so etwas überhaupt tun möchte?


Musik:  Subatomicglue - Feline, Subatomicglue - A jetpack in hand

14.05.2009 | Link/Einbetten | Kommentare [2] | Versenden | Social Bookmark:

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Kommentare:

Schöner Beitrag, nur was soll das Buch in der Hand? wink

Kommentar von Kai, geschrieben am 15.5.2009.

Is' ja doch kein Buch!

Is' 'ne "Mappe".

Kommentar von Brian Melican, geschrieben am 21.5.2009.

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