07: Wochenmärkte
Als ich in Dortmund wohnte, war ich regelmäßig auf dem Hombrucher Wochenmarkt einkaufen. In der Tat habe ich mich fast ausschließlich von dem Markt ernährt. Kartoffel noch mit Erde bedeckt; Eier, deren Gelbe richtig gelb war; die köstliche westfälische Spezialitäten Möpkebrot und Panhas von der Fleischerin.
Früher in Hamburg war es der Wandsbeker Wochenmarkt, dass mich vor dem Verhungern schützte. Das war jene Zeit von Räucheraal und Heideschnucken, Büsumer Krabben und Äpfel aus dem alten Land. Später, auf dem Münsteraner Domplatz, gab es für mich Bobbes und Knabbeln. In Düsseldorf, ABB-Senf frisch vom Faß und Stielmus.
Das alles gibt es auf den deutschen Wochenmärkten, die in jeder Stadt frische Produkte aus der Region anbieten. Und das gibt es in England nur in viel kleinerem Maß. Da finden Wochenmärkte oft nur einmal im Monat statt – und heißen wohl deswegen nicht erwartungsgemäß „weekly markets”.
Dabei liegt man in Deutschland mit dem Begriff „Wochenmarkt” auch nicht so richtig. Denn viele von diesen sogenannten Wochenmärkten – wie dem in Dortmund-Hombruch etwa – finden schon mehrmals in der Woche statt. Das ist dann auch kein „Wochenmarkt” mehr, oder?
Musik: #NarNaöud# - Break ‘n Fever, Andrea Barone - Alabama
24.09.2008 | Link/Einbetten | Kommentare [6] | Versenden | Social Bookmark:
Downloads in verschiedenen Formaten:
- Beste Qualität
(640 x 360)
H.264 / MP4 - Zum Mitnehmen
(320 x 180)
iPod / PSP - Für Windows
(640 x 360)
WMV - Für Handtelefone
(176 x 99)
3GP - Nur der Ton
(Stereo ;-))
MP3
Kommentare:
Verdammt, ich dachte immer, da könnte man sich 'ne Woche kaufen...
Es war wohl so, daß diese Märkte tatsächlich im Wochenrythmus stattfanden, später hat sich der Begriff verselbständigt und bezeichnet den Bauern- Markt als "Wochenmarkt" im Unterschied zum Jahrmarkt, auf dem für den großen Bedarf "alles" angeboten wurde. Der fiel dann mit dem Kirchweihfest (mit großer Messe, daher heute: "Kirmes") zusammen.
Un op'm Carlsplatz is alle Daag Maat...
Kommentar von XiongShui, geschrieben am 25.9.2008.
der kartoffelhändler ... GANZ GROßES KINO!
Kommentar von Lu, geschrieben am 25.9.2008.
In meiner kleinen Stadt findet der Wochenmarkt 2x wöchentlich statt, zum Teil mit unterschiedlichen Anbieten. Ich kaufe da besonders gerne Gemüse und Gartenpflanzen. Aber wer braucht eigentlich all die paillettenbesetzten Rüschen-Tanktops und Jeans mit aufgesticktem "Arschgeweih" vom Textilstand...?
Kommentar von kabee, geschrieben am 25.9.2008.
Gute Frage, kabee!
Dem Fall gehen wir irgendwann mal nach...
Und Lu: Der Kartoffelhändler ist in der Tat ein hervorragender Gesprächspartner!
Kommentar von Brian Melican, geschrieben am 25.9.2008.
Also in Bochum gibt es in jedem Stadtteil einmal in der Woche nen Wochenmarkt. Der wandert quasi im Wochenrhythmus durch die Stadt.
Vermutlich haben die Leute anderswo das Prinzip einfach nicht verstanden :D
In Bochum gibt es auf jeden Fall echte Wochenmärkte.
Kommentar von DaSch, geschrieben am 25.9.2008.
Hmm, eine Idee und sie ist so simpel das sie sogar stimmen könnte:
Wochenmarkt bedeutet: Markttage die jede Woche stattfinden
Frage: Wann ist bei euch Wochenmarkt?
Antwort: Mittwochs und Samstags
Ich glaube auch das wir Deutschen beim erfinden von neuen Wörtern/Bezeichnungen viel öfter vom äußeren (sichtbaren) her ausgehen, das sieht man gut bei den englischen deutschen wörtern (wie heißen die?) wie z.B. Public Viewing, Handy, Bodybag... unsere Vorväter hatten wohl noch andere Kriterien bei der Wortwahl :D
Kommentar von Schlauer, geschrieben am 9.6.2009.







